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Interdisziplinarität und Verschiebung der Fachgrenzen
Grussworte

Grusswort Prof. Dr. Ch. - Th. Germer
Vorsitzender Vereinigung der Bayerischen Chirurgen e.V.

Prof. Dr. Ch. - Th. Germer

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

herzlich Willkommen zur 87. Jahrestagung der Vereinigung der Bayerischen Chirurgen e.V. Das Kongressorganisationsteam und ich freuen uns besonders, Sie als unsere Gäste in Würzburg begrüßen zu dürfen.

Das Leitthema der diesjährigen Tagung lautet:

„Interdisziplinarität und Verschiebung der Fachgrenzen“.

In vielen Bereichen der Medizin zeigt sich, dass durch die zunehmende Komplexizität der Krankheiten und die Vielfalt der Behandlungsmöglichkeiten nicht mehr eine spezielle Disziplin allein verantwortlich sein kann. So bedarf es bei vielen Krankheitsbildern, für die früher ausschließlich der Chirurg Verantwortung trug, heute einer interdisziplinären Sichtweise. Diese gilt für alle operativen Fächer, welche sich untereinander, aber auch mit ihren entsprechenden konservativen Partnern vernetzen müssen.

Chirurgische Techniken, aber auch neue medikamentöse Therapieformen, führen daher zu einer Veränderung des chirurgischen Spektrums und zu einer Verschiebung der Fachgrenzen zwischen den Disziplinen. Diese Entwicklung erfordert unter anderem neue fachübergreifende Organisationsstrukturen, wie z.B. krankheitsorientierte Zentren. Sie erfordert aber auch eine optimierte Kommunikationskultur und das Verständnis für die Perspektiven der anderen Disziplinen. Dieser Entwicklung wollen wir auf der 87. Jahrestagung der Vereinigung der Bayerischen Chirurgen Rechnung tragen.

Entsprechend dem gewählten Leitthema wurden die Schwerpunktthemen aus den Gebieten der Allgemein- und Viszeralchirurgie, der Unfallchirurgie, der Gefäß- und Kinderchirurgie ausgewählt. Wie bereits in den Vorjahren werden dabei Parallelsitzungen stattfinden, um der zunehmenden Spezialisierung zu folgen und damit allen chirurgischen Fachdisziplinen ein attraktives Kongressprogramm zu bieten.

Am Freitag, 23. Juli 2010 wird es eine gemeinsame Sitzung mit der Gesellschaft für Gastroenterologie in Bayern geben. Thema werden die Frühkarzinome des gastrointestinalen Traktes sein. Diese gemeinsame Sitzung soll die Weiterentwicklung der Bayerischen Viszeralmedizin fördern.

Auch in diesem Jahr werden die traditionellen Sitzungen des chirurgischen Forums und der klinischen Fallvorstellung stattfinden, um dem chirurgischen Nachwuchs ausreichend Platz zur Präsentation zu geben. Die besten Beiträge werden prämiert. Um auch der Forderung nach praktischer Fortbildung gerecht zu werden, finden Trainingskurse sowohl im Bereich der Viszeralchirurgie, der Gefäßchirurgie und der Unfallchirurgie statt. Dabei wird in der Unfallchirurgie erstmalig ein Operationskurs in Zusammenarbeit mit dem Institut für Anatomie der Universität Würzburg stattfinden. Ebenfalls parallel zu dem wissenschaftlichen Programm findet ein Pflegesymposium sowie ein Seminar für Physiotherapeuten statt. Als besonderes Highlight im Rahmenprogramm möchte ich Sie auf das Kanadierrennen, am Mittwoch, 21.07.2010 um 18.00 Uhr auf dem Main mit anschließender „After-Race-Party“ für junge und junggebliebene Chirurgen aufmerksam machen. Ein weiterer Höhepunkt ist sicherlich der Festabend, welcher in der weltberühmten Würzburger Residenz am Donnerstag, den 22.07.10 stattfindet.

Die Tagung wird im Congress-Centrum Würzburg durchgeführt. Hier bieten sich alle technischen Voraussetzungen um Vortragssitzungen, Falldemonstrationen, Posterdiskussionen und Trainingskurse hervorragend durchführen zu können. Zeitgleich zum Congress haben Sie die Möglichkeit eine Ausstellung der medizintechnischen Industrie zu besuchen, auf der Sie neueste Informationen erhalten.

Die Stadt Würzburg mit ihrer reizvollen Umgebung bietet allen Kongressteilnehmern und ihren Begleitungen einen interessanten Rahmen für unsere Jahrestagung.

Wir wünschen Ihnen in jeder Beziehung interessante Kongresstage in Würzburg

Ihr

Prof. Dr. Ch. - Th. Germer
Vorsitzender Vereinigung der Bayerischen Chirurgen e.V.

 


 

Grusswort Dr. Markus Söder MdL
Bayerischer Staatsminister für Umwelt und Gesundheit


Dr. Markus Söder MdL

Sehr geehrte Kongressteilnehmerinnen
und Kongressteilnehmer,

zur 87. Jahrestagung der Vereinigung der Bayerischen Chirurgen begrüße ich Sie sehr herzlich.

Das Thema "Interdisziplinarität und Verschiebung der Fachgrenzen" ist ebenso wichtig wie hochaktuell. Zum einen erfordert das immer umfassendere medizinische Wissen eine Spezialisierung. Zum anderen gebietet die Medizin stets eine ganzheitliche Betrachtungsweise. Die fachlichen Detailkenntnisse müssen wie Mosaiksteine zu einem großen Bild zusammen gefügt werden.

Eine gute Kommunikation, wie sie auf der alljährlichen Tagung der Vereinigung der Bayerischen Chirurgen stattfindet, ist dabei unerlässlich. Sie verschafft den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Überblick über die neuesten Erkenntnisse und ermöglicht einen fachlichen Meinungs- und Erfahrungsaustausch in Vortrag und Diskussion.

Viele Krankheitsbilder, allen voran Krebserkrankungen, können nur durch die enge Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Fachrichtungen aussichtsreich therapiert werden. Die Bildung von Organ- oder Tumorzentren sind gute Beispiele für eine funktionierende interdisziplinäre Vernetzung. Dabei findet auch die epidemiologische Krebsregistrierung statt, die von der Bayerischen Staatsregierung mit 2,15 Millionen Euro pro Jahr gefördert wird. Das gemeinsame Ziel ist es, die Patienten mit Krebserkrankungen optimal nach dem aktuellen Stand des Wissens zu behandeln und eine hochrangige onkologische Forschung zu fördern.

Ob fachübergreifende Zusammenarbeit gelingt, hängt nicht nur von der Organisation ab. Es ist genauso entscheidend, dass alle Beteiligten einen regen Austausch auf Augenhöhe suchen und pflegen.

Mein herzlicher Dank gilt Ihnen allen für Ihre hervorragende Arbeit und Ihr Engagement im Bereich der Lehre, Forschung und Patientenversorgung. Ihrer Jahrestagung wünsche ich einen guten, gewinnbringenden Verlauf und Ihnen allen auch künftig viel Erfolg in Ihrem verantwortungsvollen Tätigkeitsbereich.

Dr. Markus Söder MdL
Bayerischer Staatsminister für Umwelt und Gesundheit

 


 

Grusswort Georg Rosenthal
Oberbürgermeister


Georg Rosenthal

Sehr verehrte Kongresssteilnehmerinnen,
sehr geehrte Kongressteilnehmer,

ich freue mich darauf, Sie zur Jahrestagung 2010 der Bayerischen Chirurgen in Würzburg begrüßen zu können. Als Kulturstadt von europäischem Rang und innovativer Wissenschaftsstandort, mit Medizin als einem besonderen Schwerpunkt, ist die Mainfrankenmetropole ein beliebter Tagungsort für medizinische Fachkongresse.

Herausragende Baudenkmäler wie das UNESCO-Welterbe Residenz, die einzigartigen Ausstellungen von Riemenschneiderskulpturen im Mainfränkischen Museum und von Konkreter Kunst im Kulturspeicher, der von Kennern in aller Welt geschätzte Frankenwein – Würzburg hat seinen Gästen kulturell und kulinarisch viel zu bieten.

Berühmte Ärzte und Forscher wie Carl Caspar von Siebold, einer der Begründer der modernen Chirurgie, der Anatom Albert Kölliker und der Pathologe Rudolf Virchow stehen für die große Tradition der Medizin an der Würzburger Universität, die heute in Biologie, Medizin und Biomedizin zur Spitzengruppe der deutschen Hochschulen gehört.

Für den Bayerischen Chirurgenkongress bietet Würzburg also in mehrfacher Hinsicht ein sehr fruchtbares Umfeld. Ich wünsche Ihnen fachlich interessante und anregende Vorträge und Gespräche sowie einen angenehmen und erlebnisreichen Aufenthalt in unserer schönen Stadt.

Georg Rosenthal
Oberbürgermeister

 


 

Grusswort Prof. Dr. A. Haverich
Präsident Deutsche Gesellschaft für Chirurgie 2010/2011


Prof. Dr. A. Haverich

Sehr verehrte Kongresssteilnehmerinnen,
sehr geehrte Kongressteilnehmer,

die 87. Jahrestagung der Vereinigung der Bayerischen Chirurgen steht unter dem Leitthema Interdisziplinarität und Verschiebung der Fachgrenzen. Unseren Kollegen in Bayern gebührt hohes Lob für die Adressierung dieser Thematik, ist doch in vielen Feldern unserer chirurgischen Tätigkeit zunehmende Interdisziplinarität gefragt. Dieser kann man einerseits durch Kooperation mit anderen Disziplinen im Vorfeld chirurgischer Eingriffe, intraoperativ oder in der Nachbehandlung chirurgischer Patienten begegnen. Als Alternative bieten sich spezielle Weiterbildungsgänge an, wo Chirurgen sich Expertise anderer Disziplinen aneignen, um eine Versorgung aus einer Hand zu gewährleisten. In Abhängigkeit vom Krankheitsbild, der Häufigkeit seines Auftretens und dem Ausmaß der zusätzlich zu akquirierender Expertise wird man spezifische Lösungen finden müssen. Diese sollten grundsätzlich das Ziel haben, eine bestmögliche Versorgung unserer chirurgisch Kranken zu ermöglichen.

Diese Thematik bedarf einer eingehenden Analyse für unsere chirurgischen Subspezialitäten, eine intensive Diskussion der alternativen Ansätze, beides jeweils im Verein mit kompetenter Vorausschau auf künftige Arbeitsfelder und verbesserten Behandlungsverfahren. In diesem Sinne wünsche ich als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie der 87. Jahrestagung der Bayerischen Chirurgen großen Erfolg.

Prof. Dr. A. Haverich
Präsident Deutsche Gesellschaft für Chirurgie 2010/2011

 


 

Grusswort Prof. Dr. med. Matthias Frosch
Dekan der Medizinischen Fakultät Würzburg


Prof. Dr. med. Matthias Frosch

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

im Namen der Medizinischen Fakultät der Universität Würzburg begrüße ich Sie sehr herzlich zu der 87. Jahrestagung der Vereinigung der Bayerischen Chirurgen e.V.

Den diesjährigen Kongress haben Sie unter das Motto „Interdisziplinarität und Verschiebung der Fachgrenzen“ gestellt. Der Medizinische Fortschritt mit neuen Optionen der Diagnostik und Therapie vieler Erkrankungen macht die Zusammenarbeit über traditionelle Fächergrenzen hinaus zwingend erforderlich. Dies schließt auch die Entwicklung neuer Organisationsstrukturen, wie Sie beispielsweise in organ- und krankheitsbezogenen Zentren ihren Ausdruck finden, mit ein. Auch für die Gewinnung und die zukunftsorientierte Ausbildung des wissenschaftlichen und klinischen Nachwuchses sind interdisziplinäre Zusammenarbeit und innovative Versorgungsstrukturen von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Insofern bin ich Herrn Kollegen Germer und seinen Mitarbeitern sehr dankbar dafür, dass Sie ein sehr attraktives Programm zusammengestellt haben, das diese aktuellen Entwicklungen aufgreift.

Ich wünsche Ihrer Jahrestagung einen guten Verlauf und Ihnen allen einen intensiven Erfahrungsaustausch mit gewinnbringenden Diskussionen und Gesprächen.

Prof. Dr. med. Matthias Frosch
Dekan der Medizinischen Fakultät Würzburg

 

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